Sind Sie noch auf der Suche nach etwas wirklich Außergewöhnlichem und Geschichtsträchtigem für Ihre Sammlung? Ein Ginkgo-Bonsai verkörpert eine faszinierende Verbindung aus botanischer Einzigartigkeit und spiritueller Symbolik. Dieser legendäre Ginkgo biloba, oft als „lebendes Fossil“ bezeichnet, bewohnte unseren Planeten bereits zur Zeit der Dinosaurier und hat sich als Art über Millionen von Jahren hinweg praktisch nicht verändert. Für Bonsai-Züchter ist der Ginkgo-Bonsai vor allem wegen seiner unverwechselbaren, fächerförmigen Blätter mit gefiederter Aderung und der Tatsache, dass er die schönsten Herbstfarben unter den Bonsais verkörpert, wenn sich die gesamte Krone in ein strahlend reines, goldgelbes Licht taucht. Unser spezialisierter Ginkgo-Biloba-Verkauf garantiert Ihnen vitale, gesunde und an unsere Bedingungen vollständig akklimatisierte Bäume.
Aus botanischer Sicht ist der Ginkgo ein absolutes Unikat – er gehört weder zu den gewöhnlichen Laub- noch zu den Nadelbäumen, sondern bildet eine eigene Abteilung (Ginkgophyta). Dies bringt spezifische Eigenschaften mit sich: Das Holzgewebe ist sehr weich, der Baum wächst langsam und bildet kräftige, fleischige Äste mit langen Trieben. Der zweilappige Jinan-Bonsai ist jedoch ein außerordentlich widerstandsfähiger Baum. Er leidet praktisch nicht unter heimischen Schädlingen oder Krankheiten (er ist sehr resistent gegen Pilze und Insekten) und kommt hervorragend mit verschmutzter Stadtluft zurecht, was ihn zu einem sehr dankbaren Begleiter auf Terrassen und in japanischen Gärten im Freien macht.
Damit Ihr Ginkgo gesunde und sattgrüne Blätter hat, die im Herbst den berühmten goldenen Effekt erzeugen, sollten Sie ihm einen sonnigen bis halbschattigen Standort bieten. Junge Bäume und frisch umgetopfte Exemplare sollten an den heißesten Sommertagen (Juli und August) vor der sengenden Mittagssonne geschützt werden; ältere, gut eingewachsene Exemplare lieben die volle Sonne und reagieren darauf mit einem kompakteren Wuchs.
Der Anbau von Ginkgo biloba im Kübel erfordert eine ausgewogene Bewässerung. Aufgrund der fleischigen Struktur des Gewebes und der Blätter benötigt der Baum während der gesamten Vegetationsperiode ausreichend Feuchtigkeit. Der Ginkgo ist relativ tolerant gegenüber kurzfristiger Trockenheit, doch das Substrat sollte niemals vollständig austrocknen, da dies zum Herabhängen und zur Schädigung der Blätter führen würde. Wir gießen reichlich, sobald die Oberfläche des Substrats heller wird. Andererseits reagieren die Wurzeln des Ginkgos empfindlich auf anhaltende Staunässe und stehendes Wasser im Topf, was zu Fäulnis des Wurzelsystems führen kann.
Die richtige Bodenstruktur ist bei Jinan-Bäumen ein entscheidender Faktor für ein gesundes Wachstum:
Die Formgebung des Ginkgos unterliegt strengen Besonderheiten. Sein Holz ist sehr saftreich, und Schnittwunden neigen dazu, tief ins Innere des Astes einzutrocknen. Aus diesem Grund entsteht beim Ginkgo grundsätzlich kein totes Holz (Jin oder Shari). Jeden größeren Schnitt führen wir im Vorfrühling durch und behandeln die Schnittstelle sofort gründlich mit einer Heilpaste. Der Ginkgo wächst in langen Trieben mit großen Abständen zwischen den Blättern (Internodien). Wir lassen die neuen Frühjahrstriebe auf 5 bis 6 Blätter wachsen und kürzen sie anschließend mit einer Schere auf 2 bis 3 Blätter zurück. Das Drahten ist zwar mit Aluminiumdrähten möglich, muss jedoch mit größter Vorsicht erfolgen – die glatte Rinde wird leicht beschädigt, und der Draht schneidet sich aufgrund des Frühjahrswachstums der Zweige sehr schnell ein. Viel sicherer ist die Formgebung mittels Schnitt und Spann-Drähten.
Aufgrund des natürlichen, säulenförmigen Wuchses des Ginkgos in der Natur wird in der Bonsai-Kunst sehr häufig ein spezifischer Stil namens „Flamme“ (Chokkan, modifiziert in die Form einer Kerzenflamme) oder der frei aufrechte Stil (Moyogi). Der Baum bildet eine dichte, nach oben gerichtete Krone. Ginkgos werden entweder als männliche oder als weibliche Bäume gezüchtet. Als Bonsais sind männliche Exemplare beliebter, da weibliche Bäume im Erwachsenenalter Ginkgo-Steinfrüchte tragen, die zwar essbare Samen enthalten, deren reifende Hülle jedoch relativ stark und unangenehm riecht.
Ginkgo biloba ist ein hundertprozentiger Freiluft-Bonsai, der für seine langfristige Gesundheit unbedingt eine Winterruhe (Dormanz) benötigt. Nachdem er im Herbst innerhalb weniger Tage alle seine goldenen Blätter abgeworfen hat, fällt er in eine tiefe Ruhephase. Der Baum ist vollständig frostbeständig, jedoch dürfen seine fleischigen Wurzeln in einem flachen Bonsai-Topf keinem extremen Frost ausgesetzt werden. Am sichersten lässt sich der Bonsai überwintern, indem man ihn mitsamt dem Topf in den offenen Boden im Garten an einem schattigen, vor eisigem Wind geschützten Standort eingräbt und den Wurzelballen mit einer dicken Schicht Laub oder Mulchrinde bedeckt. Wenn Sie keinen Garten haben, überwintern Sie den Baum sicher in einem ungeheizten Gewächshaus oder einer kühlen Garage.